Angeltrips

Rhein-Session – Bei Wind und Wetter auf Zander

Am vergangenen Wochenende war es soweit, unsere Pläne für den Rhein wurden langsam Realität.

Wie in der Überschrift zu erkennen, das Wetter war miserabel, Windstärke von 20 km/h aufwärts und Regen bis in die Gummistiefel. Nun ja, wir waren vorbereitet und dementsprechend wettertauglich gekleidet.

Angekommen und in Windeseile schnell die Klamotten an den Mann gebracht, standen wir auch schon am Wasser. Marcel, Mike, zwei Bekannte und ich.

Wie in Foren vorab gelesen, haben wir grelle neonfarbene Gummifische an das Vorfach gehängt. Zu Anfang noch Motiviert und später, bedingt durch Witterung und der bisherigen „super“ Fanquote, haben wir dann rumexperimentiert, die Bunen gewechselt und sind von den knalligen Farben auf natürliche umgestiegen. Was die Fangquote auf einmal um einen 68 cm Hecht verbessert hat. Marcel war der Glückliche und ich weiß nicht, was mich in diesem Moment geblendet hat. Waren es die weißen Zähne aus Marcel´s vor Freude schäumenden Gesicht oder doch die Sonne, die sich für einen kurzen Augenblick durch die schwarzen Regenwolken gepresst hat? Erstmal egal, denn ein wunderschön gezeichneter Hecht wurde zu Tage getragen. Nice!

Hecht-Beitrag

Meine Bauernschläue verhalf meinem Vorfach dann natürlich auch einen in Farbe realistisch wirkenden Gummifisch. Das Glück sollte aber nicht auf meiner Seite sein. Von Mike und den Bekannten, die sich mittlerweile ein Stück entfernt aufgehalten haben, kam die Message, dass sie auch einen schönen Rhein-Hecht überlisten konnten. Fotos wurden leider keine gemacht und die Maße kennt jetzt auch nur noch der liebe Gott, was erstmal nicht weiter tragisch ist, denn in der Headline steht „Zander“.

Gegen 14 Uhr, gestärkt durch einen BigMac, zwei Cheseeburger und einer Apfeltasche haben wir noch einen kleinen Abstecher in den örtlichen Angelshop gemacht und sind dann an eine im Internet angepriesene „Superstelle“ gefahren. Der stark zunehmende Wind hat mir das Erfühlen vom Aufkommen des Jiggkopfes erschwert, so dass ich zwischenzeitlich „Freestyle-Jiggen“ gemacht habe.

Nach gefühlten 1472 Würfen hatte ich dann endlich einen Biss, der leider nicht verwandelt werden konnte. Übrig blieb nur das von meinem Kopyto…

Kopyto-Beitrag

Ich will nicht undankbar sein, denn meine Konzentration und Motivation war wieder da wie beim ersten Wurf an diesem Tag und mir als „Metal- Angler“ hat es persönlich gezeigt, dass auf Gummi was geht. Ich muss mich oft erst selbst von Tatsachen überzeugen 😉

Nach einem weiteren Ortswechsel rappelte es wieder an der Angel, nicht an meiner sondern wiedermal an Marcel`s. Vom schlammigen Grund wurde ein richtig geiler Zander von 58cm gedrillt, der sich Sekunden zuvor von Marcel´s Easy Shiner täuschen lies.

Zander-Beitrag

Petri, Marcel hat sein Tagesziel schon erreicht!

Das sollte in unserer Runde auch schon der letzte Fisch für den Tag gewesen sein, denn bis auf ein paar Taster blieb es an den Angeln schließlich ruhig. Die Ausbeute war ein Zander und 1 1/2 Hechte. Natürlich schwimmen die Guten wieder.

 

Fazit zur Rhein-Tour:

Der Tag mit den Jungs war auch ohne nennbare Bissanzahl meinerseits richtig gut. Wir haben geile Hotspots abgeangelt und ich persönlich konnte mir das Jiggen ein bisschen näher bringen. Man sollte auf jeden Fall vorbereitet an den Rhein Fahren, Wetter vorher checken, genug Stahlvorfächer basteln und ein gewisses Repertoire an knalligen aber auch naturähnlichen Gummifischen dabei haben, denn der Rhein gibt und der Rhein nimmt. Hänger und Abrisse bleiben gerade in Ufernähe nicht aus. Die Kleidungswahl sollte stets windtauglich sein, denn an den meisten Stellen am Rhein wirkt es wie im Winkanal, auch bei Sonnenschein und 30 C im Schatten. Außerdem ist die Schuhwahl von großer Bedeutung, da das Ufer an den Buhnen mit fußballgroßen Steinen versehen ist und ein Reinfallen möglichst vermieden werden sollte. Die Strömug ist beängstigend. Wer eine ebenflächige Angelstelle haben will, ist dort fehl am Platz.

Auf der Rückfahrt haben wir auf jeden Fall einvernehmlich beschlossen in Zukunft regelmäßig an den Rhein zu fahren. Mein erster Zander schwimmt noch irgendwo da draußen, aber auch dem komme ich noch auf die Schliche und ich bin zuversichtlich, dass ich diesen aus dem Rhein ziehen werde 😉

Bis dahin, Dennis

 

 

 

 

Dennis Gronwald

Dennis Gronwald

Moin,
Ich heiße Dennis und bin 27 Jahre alt. Ich bin seit der ersten Stunde von HECHT-ZANDER-BARSCH.DE mit an Bord. Die Hingabe zum Sportfischen ist mein Antrieb für dieses Projekt.

Ich verstehe Angeln nicht als Hobby! Vielmehr ist es eine Lebenseinstellung, die einen verantwortungsbewussten Umgang zu unseren natürlichen Ressourcen vermittelt.

Viel Spaß auf diesem Blog

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