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Lieblingsköder – Ein neuer Stern am Köderhimmel

In diesem Beitrag möchte ich euch den Lieblingsköder vorstellen, der seit einiger Zeit in aller Munde ist! Wie wahrscheinlich die meisten von euch, bin auch ich über Facebook auf den Lieblingsköder aufmerksam geworden. Das gesamte Konzept – die sogenannte Wettermethode – hat mich direkt angesprochen und ich wollte wissen, was sich genau dahinter verbirgt! Also das Telefon in die Hand und Jens angerufen, der Kopf der Entwicklertruppe des Lieblingsköder. Nach einem langen, intensiven und super netten Telefonat wusste ich dann endlich mehr.

 

Die Wettermethode stellt sich eigentlich ziemlich simpel zusammen. Es gibt genau 4 Situationen, mit denen der Angler am Wasser konfrontiert werden kann.

  1. Klares Wasser  –  Sonne
  2. Klares Wasser  –  Wolken
  3. Trübes Wasser  –  Sonne
  4. Trübes Wasser  –  Wolken

Und genau diese 4 Situationen können mit dem Lieblingsköder perfekt abgedeckt werden! Wie genau, möchte ich euch jetzt kurz anhand der oben genannten Situationen erklären:

 

Lieblingskoeder-sunny1. Klares Wasser  –  Sonne  =  SUNNY

Scheint die Sonne und das Wasser ist klar, können Zander, die mit ihren Augen jagen, sehr gut sehen! Deswegen wird der SUNNY eingesetzt, der eine unauffällige Farbe hat, die bei genau dieser Wetter/Wasser-Situation richtig ist! Wenn man hier mit einem grellen Köder arbeitet, würde der Köder nicht mehr dem Beuteschema des Zanders entsprechen und somit evtl. eine eher abschreckende Wirkung haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Lieblingskoeder-whisky2. Klares Wasser  –  Wolken  =  WHISKY

Ist es bewölkt und das Wasser klar, wird die Sicht des Zanders deutlich eingeschränkt! Aus diesem Grund muss der Köder, wie hier der WHISKY, ein wenig mehr Farbe mit sich bringen! Da das Wasser jedoch klar ist, sollte man auf natürliche Farben setzen – aus eben dem gleichen Grund wie oben beschrieben – Der Zander jagt mit seinen Augen und braucht ein in sein Beuteschema passenden Köder um perfekt angelockt zu werden!

 

 

 

 

 

 

 

 

Lieblingskoeder-captain3. Trübes Wasser  –  Sonne  =  CAPTAIN

Scheint die Sonne und das Wasser ist trüb, wird die Sicht des Zanders, ab einer gewissen Wassertiefe, noch deutlicher eingeschränkt. Aus diesem Grund wird in dieser Wetter/Wasser-Situation mit dem CAPTAIN gearbeitet. Er hat einen dunklen Rücken und einen hellen Bauch. Somit imitieren wir perfekt die eigentliche Beute des Zander und mit dem orangenen Schwanz haben wir im trüben Wasser einen effektiven Reiz, um den Zander aus der Reserve zu locken.

 

 

 

 

 

 

 

 

Lieblingskoeder-pinky4. Trübes Wasser  –  Wolken  =  PINKY

Ist es bewölkt und das Wasser trüb, wird es selbst für den Zander schwierig Beutefische zu sehen! In dieser Situation kommt der PINKY zum Einsatz! Er hat auch wieder einen eher dunklen Rücken und einen hellen Bauch. Aber dieses mal in grellen Schockfarben, damit er auch in tiefen Gewässern für den Zander gut sichtbar ist!

 

 

 

 

 

 

 

 

Somit hätten wir, mit den 4 Lieblingsködern SUNNY, WHISKY, CAPTAIN & PINKY, alle Wetter/Wasser-Situationen abgedeckt!

 

Jetzt kommt aber schon die große Frage: Was mache ich denn, wenn es anfängt zu dämmern oder ich in der Nacht am Wasser stehe und den Zander überlisten will!? Auch da hat sich die Truppe von Lieblingsköder direkt etwas ausgeklügeltes einfallen lassen und wenige Wochen nach dem Start von SUNNY, WHISKY, CAPTAIN & PINKY kam dann der fünfte Lieblingsköder – „der SHERIFF“ hinzu! Mit dem SHERIFF wären wir also bei der fünften und vorerst letzten Situation am Wasser!

 

Lieblingskoeder-sheriff5. Dämmerung  –  Nacht  =  SHERIFF

Sobald es anfängt zu dämmern und die Sicht für den Angler wird langsam schlechter, wird es auch für den Zander im Rhein in 5-6 Metern Tiefe schwierig seine Beute zu sehen bzw. zu finden!? Was sagt uns das!? Wir müssen auf jeden Fall mit etwas Auffälligem arbeiten, um die Aufmerksamkeit der Nacht-Zander auf unseren Köder zu ziehen! Und genau dafür wurde der SHERIFF entwickelt! Er ist in der allgemein sehr beliebten Farbe „MOTOROIL“ eingefärbt und hat einen roten „FIRETAIL“! Aber damit nicht genug, das geniale am SHERIFF – er ist UV-aktiv! Soll heißen, somit gehört die gesamte Aufmerksamkeit der Zander – dem SHERIFF! Genau das macht ihn zum perfekten Begleiter für die Nacht!

 

 

 

 

 

Jetzt wo ihr wisst, was sich hinter dem Lieblingsköder und der Wettermethode verbirgt, können wir nun zu meinem eigentlichen Test der Lieblingsköder kommen!

Mein Test erstreckt sich über 2 aufeinander folgende Wochenenden, welche sich leider beide als schwierig darstellten. Aber nun eins nach dem anderen.

 

 

1. Wochenende

Ich hatte mir bei zesox.de die 4 Lieblingsköder SUNNY, WHISKY, CAPTAIN & PINKY zum testen bestellt. Dann kam aber via facebook die Nachricht, dass der SHERIFF demnächst auch in den Läden erhältlich sein wird. Also wieder schnell das Telefon in die Hand und bei Jens ein Paket der SHERIFFS für den Test dazu bestellt. Leider kam das Paket erst nach dem ersten hierfür angedachten Wochenende an. Das sollte uns aber nicht vom Testen der ersten 4 Lieblingsköder abhalten!

Captain-catchAn unserem Spot angekommen, wurde zuerst einmal das Wetter um uns herum gecheckt. Aha, trübes Wasser, Wolken & Xaver, also „PINKY“ mit ordentlich Gewicht! Nach ca. 3 Stunden ohne jeglichen Fischkontakt beschloss ich mal die anderen Farben auszuprobieren! Außerdem kam mittlerweile zwischen den Wolken immer wieder die Sonne durch. Also war mein nächster Kandidat der „CAPTAIN“. Beim dritten Wurf spürte ich ein leichtes zittern am Ende der Schnur. Leider nicht angeschlagen…verdammt! Aber direkt bei der nächsten Absinkphase zitterte es wieder und ich schlug an! Mhhhhhh, was mag das sein!? Ein Kneul an Blatt, ein Stock oder hat sich der Köder im Angsdrilling verhäddert!? NEIN! Es war ein Zander! Der erste Fisch war also gehakt und sicher gelandet…. sauber!

Leider sollte es für diesen Tag auch schon der letzte Fisch für mich sein. Dennis, der mich beim Antesten der neuen Köder begleitete, konnte noch einen etwas größeren Zander auf Kopyto landen! Aber der tut beim „LK-Test“ erstmal nichts zur Sache. Trotzdem ein dickes „Petri“ in Richtung Dennis! Nun musste also eine Woche vorbeiziehen, bis der Lieblingsköder seinen nächsten Einsatz bekam.

 

 

2. Wochenende

Mittlerweile war dann auch der SHERIFF bei mir eingetroffen, also konnte das 2te Wochenende kommen. Endlich FREITAG! Nach der Arbeit sofort nach Hause, noch ein paar Vorfächer gequetscht, Stinger bereitgelegt und die Köderbox gepackt. Was für dieses Wochenende nicht schwer war, da ja ausschließlich der Lieblingsköder an die Leine kommen sollte. Am nächsten Morgen um 03:30 Uhr klingelt dann der Wecker und es kann losgehen! Also ins Auto, zu Dennis und dann ca 250km Richtung Holland an den wunderbaren Rhein….

Da wir durch die lange Fahrt viel Zeit verloren hatten, wollten wir an eine unserer Lieblingsstellen fahren und dort den ganzen Tag intensiv angeln. Gesagt, getan! Im Nachhinein wäre es wahrscheinlich cleverer gewesen ein paar Kilometer abzumachen, da man zu dieser Jahreszeit den Zander suchen muss. Er ist nicht mehr ganz so weit gestreut unterwegs wie in den wärmeren Monaten.

Also angelten wir den ganzen Tag unsere Buhne ab – leider bis zur Dämmerung komplett ohne Erfolg. Doch bei dem Wort Dämmerung müsste euch eigentlich direkt klar sein welcher Köder nun an meine Leine kam…… richtig, der „SHERIFF“. Mit ihm hat es auch wirklich nur unglaubliche 2 Würfe gedauert, bis der vermutete Hänger lebendig und echt werden sollte. Endlich ein Zander, der auch als solcher gewertet werden konnte. Dieser Zander blieb jedoch wieder der einzige für diesen Tag.

 

Sheriff-catch

 

FAZIT

Nach 2 intensiven Angeltagen an 2 aufeinanderfolgenden Wochenenden mit dem Lieblingsköder bin ich überzeugt von ihm und er hat in jedem Fall seinen Platz in meiner Köderbox, neben meinen ganzen anderen Lieblingsködern, sicher. Verdient, durch mitbringende Erfolgsbereitschaft! Für den Nachschub habe ich, selbstverständlich, auch schon gesorgt! Denn selbst der Lieblingsköder bleibt von der Unbarmherzigkeit der Steinpackungen nicht verschont! Da kennt der Rhein nichts!

Die Wettermethode finde ich persönlich auch sehr gut, da sie für mich, durch schlüssige Fakten belegt ist.

ABER: Bitte krallt euch nicht zu 100% an der Wettermethode fest! Natürlich machen die Farben absolut Sinn und auch bei welchem Wetter diese zum Einsatz kommen! Verliert auch nicht den Spaß am Ausprobieren! Die Zander mögen mit Sicherheit auch den ein oder anderen gelben, grünen oder auch schwarzen Gummifisch!

In diesem Sinne, Petri an Euch und viel Spaß mit dem Lieblingsköder….

 

Lieblingskoeder-Collage

 

Links-QuerverweiseDie Lieblingsköder bei zesox.de

Lieblingsköder.de

Lieblingsköder auf facebook

 

 

 

Marcel

Marcel

Servus,
ich heiße Marcel und bin 26 Jahre jung. Ich habe den Blog HECHT-ZANDER-BARSCH.DE im August 2013 zum Leben erweckt und arbeite seit dem intensiv an diesem Projekt.

Angeln ist für mich nicht mehr nur ein Hobby, es ist eine Leidenschaft und nimmt einen Großteil meines Lebens ein.

Ich wünsche Euch viel Spaß auf dem Blog.

6 Comments

  1. Dezember 18, 2013 at 8:04 pm — Antworten

    Sehr geiler Bericht und die Fotos gefallen mir auch. Hab die Lieblingsköder ja selbst auch und die gefallen mir sehr gut.

    • Dezember 18, 2013 at 8:07 pm — Antworten

      Danke Andi,
      freut mich wenn dir der Bericht gefällt…

  2. Wolfgang
    Dezember 19, 2013 at 11:04 am — Antworten

    „Die Wettermethode finde ich persönlich auch sehr gut, da sie für mich, durch schlüssige Fakten widerlegt ist.“

    Du meinst sicher BELEGT.

    Die Köder sind OK, jedoch sind der MB Stint und die Ukis identisch, nur viel billiger. Und es gibt ne Ecke mehr farben.

    • Dezember 19, 2013 at 12:04 pm — Antworten

      Servus Wolfgang,
      „belegt“ habe ich direkt korrigiert, danke.

      Mit dem MB Sint, den Ukis und den vielen weiteren Ködern wie SPRO’s PlayBoy oder dem Kauli hast du nur zum Teil recht.
      All diese Köder sind beim ersten hinschauen absolut identisch. Doch wenn man die Köder genauer unter die Lupe nimmt, stellt man schnell fest, dass sie sich in der Festigkeit, dem Lauf, der Länge und der Flugeigenschaft schon unterscheiden.

      Welcher Köder nun für wen der richtige ist, sollte jeder ausprobieren und dann für sich selbst entscheiden.

      • Wolfgang
        Dezember 19, 2013 at 12:22 pm — Antworten

        Hallo Marcel,
        gern geschehen.
        Also die Ukis sind etwas härter und auch ca. 1/2cm länger. Aber die Stinte sind bis auf die Riffelung an der Seite der LKs identisch. Ebenso der Playboy von Spro.

        Auch der Geruch ist gleich. Also wohl auch dasselbe Gummimaterial. Ich vermute das alle Köder aus der gleichen Chinafirma kommen.

        Egal. Sie fangen jedenfalls alle.

        • Dezember 19, 2013 at 12:26 pm — Antworten

          Also die Köder haben auf jeden Fall alle ihre Berechtigung auf dem Markt und wie du es schon sagtest: Zander fängt man mit allen!
          Jeder hat da denke ich seinen eigenen Lieblingsköder 😉

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